| Veranstaltung: | Digitale Landesdelegiertenversammlung |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Wir leben Vielfalt |
| Antragsteller*in: | Esther Frederique Lau (KV Koblenz) |
| Status: | Zurückgezogen (unsichtbar) |
| Angelegt: | 05.02.2022, 21:31 |
Vertauern bilden für eine vielfaltige, solidarische und demokratsche Gesellschaft
Antragstext
Im Rahmen von "Wir leben Vielfalt" sind konkrete Maßnahmen auf allen
Parteiebenen durchzuführen, die evaluierbar "Wir leben Vielfalt" nachhaltig
verbessern, so dass alle Menschen die unter "Vielfalt" verstanden werden und im
Vergleich zum Beginn des Prozess in regelmäßigen Abständen eine persönlich
Verbesserungen bestätigen können. Dazu ist zu Beginn des Prozesses eine Analyse
der verbesserungswürdigen Bedürfnisse der betroffenen Menschen durchzuführen.
Ziel ist es bereits innerhalb von Bündnis90/Die Grünen einen Prozess
durchzuführen, der wieder mehr Vertrauen zwischen den Menschen wachsen lässt,
hin zu einer vielfältigen, solidarischen und demokratischen Gesellschaft, die
sich ihrer Verantwortung gegenüber der Natur bewusst ist.
Um dies zu erreichen ist ein Bildungs-, Verständnis- bzw. Akzeptanz und
Dialogprozess zwischen den Menschen die unter den Begriff "Vielfalt" einerseits
und allen weiteren Menschen andererseits zu entwickeln und durchzuführen.
Begründung
Insbesondere seit der Zeit der Pandemie gibt es stärker werdende gesellschaftliche Spaltungsprozesse. Dies mögen nur teilweise auch Bündnis90/Die Grünen betreffen, jedoch sind Menschen bei uns von sozialer Vereinsamung betroffen und soziale Medien stellen keinen Ersatz zu realen Treffen dar. Zwischenmenschliches Vertrauen wird weniger gelebt und die unserer Gesellschaft scheint anstatt mehr inneren Halt zu haben, auseinander zu driften. Besonders davon betroffen und gefährdet sind Menschen, die vorher schon zu Minderheiten zählten oder benachteiligt waren. Dies sind nicht nur Menschen mit z.B. körperlichen Beeinträchtigungen, mit Migrationshintergrund, aus sozial schwächeren Elternhäusern, queere Menschen, sondern auch viele Frauen, die z.B. alleinerziehend sind, mehr Care-Arbeit machen oder berufliche Nachteile alleine auf Grund des Geschlechtes haben.
Wenn wir wirklich "Vielfalt leben" und wieder mehr vitales Miteinander wollen, müssen wir zuerst genau hinsehen und evaluieren, wo wir stehen. Nur dann können wir in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob wir uns weiterentwickelt haben und wirklich Vielfalt leben. Warum war das in der Vergangenheit nicht etwas, was von alleine funktionierte, zumindest aus Sicht der Betroffenen, nicht ausreichend? Die Anliegen der Betroffenen zu analysieren ist wichtig bei diesem Prozess, jedoch auch die Anliegen und vielleicht Vorbehalte oder Ängste aller anderen Menschen. Es braucht einen Dialog zwischen diesen Menschen. Nichts ist schwerer, als langjährige Verhaltensmuster abzulegen. Dazu braucht es ein Einüben auf allen Ebenen der Gesellschaft, in diesem Fall beginnend mit den Menschen unserer Partei. Dazu braucht es auch eine Bildungsprozess, der Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse ermöglicht. Ein längerer Verständnis- und Akzeptanzprozes mit verschiedenen Maßnahmen kann wirklich dazu führen, dass wir evaluierbar in einigen Jahren sagen können: "Wir leben Vielfalt" - und das immer mehr.
Literatur:
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